Bewegung gelingt auch ohne aufwendigen Parcours. Eine kurze Aufgabe, ein deutliches Stoppsignal und eine passende Variante reichen oft aus. Die 24 Karten dieses Pakets lassen sich im Gruppenraum, im Garten oder in der Turnhalle einsetzen. Alter, Dauer, Gruppe, Ort, Material und Sicherheitsnotiz stehen direkt auf jeder Karte.

Kostenloses Bewegungspaket
24 Bewegungskarten für die Kita
Kurze Bewegungsimpulse mit zehn konkreten Einsatzangaben – ohne Ausscheiden und ohne Leistungsvergleich.

PDF: 17 A4-Seiten · 3,5 MB
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Sicherheitscheck
Druckeinstellung: A4, Hochformat, 100 % beziehungsweise „Tatsächliche Größe“. Texte und Kartenrahmen halten rund 10 mm Sicherheitsabstand.
Der Graustufendruck wurde kontrolliert; Text, Rahmen und Sicherheitsfelder bleiben unterscheidbar. Nutzungsbedingungen
Was im Paket enthalten ist
24 Bewegungskarten
Einfache Aufgaben wie schleichen, balancieren, strecken, spiegeln oder Wetterbewegungen darstellen – jeweils mit leichterer und anspruchsvollerer Variante.
Auswahlhilfe
Zwei Übersichtsseiten ordnen alle Karten nach Ort, Aktivitätsniveau und benötigtem Material.
Anleitung & Sicherheitscheck
Kurzanleitung und Checkliste erinnern an Boden, Abstand, Stoppsignal, freiwillige Teilnahme und passende Varianten.
Was auf jeder Karte steht
Die zehn Angaben sind nicht in einem Begleittext versteckt. Sie stehen direkt auf der jeweiligen Karte und können vor der Auswahl kurz verglichen werden.
Orientierender Altersbereich
Kurzer Zeitrahmen
Sinnvolle Gruppengröße
Keines, optional oder konkret
Drinnen, draußen oder beides
Ruhig oder bewegt
Ein klarer Bewegungsauftrag
Kleinere oder sitzende Variante
Eine freiwillige Erweiterung
Kartenspezifischer Hinweis
Die 24 Bewegungskarten
- Springe wie ein Frosch
- Schleiche wie eine Katze
- Laufe wie ein Pinguin
- Stampfe wie ein Elefant
- Fliege wie ein Vogel
- Krieche wie eine Schnecke
- Strecke dich wie ein Baum
- Balanciere auf einer Linie
- Laufe langsam rückwärts
- Drehe dich vorsichtig im Kreis
- Springe dreimal nach vorne
- Berühre den Boden und strecke dich
- Laufe zur genannten Farbe
- Bewege dich passend zum Wetter
- Bleibe beim Stoppsignal stehen
- Finde mit einem anderen Kind einen Platz
- Rolle einen Ball zu einem Kind
- Bewege dich schnell und danach langsam
- Laufe wie auf heißem Sand
- Bewege dich wie im starken Wind
- Überquere einen gedachten Fluss
- Transportiere einen Gegenstand gemeinsam
- Spiegle die Bewegung eines anderen Kindes
- Atme ruhig ein und aus
Nach Raum und Gruppe auswählen
Kleiner Raum
Gesten, Standbilder, langsame Tierbewegungen und Aufgaben am eigenen Platz. Laufwege bleiben außen vor.
Garten
Kurze Wege, Farbpunkte und Richtungswechsel innerhalb einer gut sichtbaren Begrenzung.
Turnhalle
Größere Bewegungen und Stationen mit ausreichend Abstand. Geräte werden nur nach den Regeln der Einrichtung genutzt.
Schnelle Auswahl für den Alltag
| Situation | Passender Impuls | Ruhige Variante |
|---|---|---|
| Wenig Platz | Standbild oder Spiegelbewegung | Nur Hände und Gesicht bewegen |
| Übergang vor dem Essen | Strecken und langsam ausschütteln | Im Sitzen Schultern und Hände bewegen |
| Draußen | Tiergang oder Wetterbewegung | Bewegung klein am Platz darstellen |
| Unruhige Gruppe | Langsame Folge mit Stoppsignal | Eine Bewegung gemeinsam atmen und beenden |
Eine Bewegungsrunde in fünf Schritten
- Raum prüfen: Stolperstellen entfernen, Grenzen zeigen und genügend Abstand schaffen.
- Stoppsignal klären: Ein gut hör- oder sichtbares Signal einmal gemeinsam ausprobieren.
- Eine Karte zeigen: Die Aufgabe mit wenigen Worten erklären und bei Bedarf vormachen.
- Varianten erlauben: Tempo, Bewegungsweite und Wiederholungszahl dürfen angepasst werden. Jede Karte enthält eine ruhigere Möglichkeit.
- Ruhig abschließen: Mit einer langsamen Bewegung, kurzem Ausschütteln oder bewusster Pause enden.
Drei Spielideen mit wenig Vorbereitung
Kartenweg
Drei Karten bilden eine kleine Abfolge. Die Gruppe bewegt sich gemeinsam von Aufgabe zu Aufgabe; niemand scheidet aus.
Bewegungsspiegel
Eine Person wählt eine Bewegung, die andere übernimmt sie in eigenem Tempo. Danach kann gewechselt werden.
Karte ziehen
Ein Kind zieht eine Karte aus einem Stoffbeutel oder wählt zwischen zwei sichtbaren Karten. Wer nicht wählen möchte, darf weitergeben.
Teilnahme und Sicherheit vor jeder Runde
Diese sieben Punkte gelten für alle Karten, Spielideen und Stationen:
- Keine Ausscheidung: Ausscheidungsspiele werden nicht verwendet. Ein Fehler oder ein vorzeitiges Ende führt nicht dazu, dass ein Kind die Gruppe verlassen muss.
- Keine öffentliche Verliererrolle: Punkte, letzter Platz oder vermeintliche Fehler werden nicht vor der Gruppe hervorgehoben. Eine Runde endet gemeinsam und ohne Verliererrolle.
- Ruhigere Alternative: Zu jeder Bewegung gibt es eine ruhigere, kleinere oder sitzende Variante, die gleichwertig gewählt werden kann.
- Andere Beteiligungsform: Wer die Bewegung nicht ausführen möchte, kann beobachten, eine Karte auswählen oder ein vereinbartes Signal geben.
- Kontakt nur mit Zustimmung: Körperkontakt wird vor jeder entsprechenden Aufgabe angekündigt und nur mit Zustimmung des Kindes begonnen. Eine kontaktfreie Variante bleibt möglich.
- Kein Tempo- oder Leistungsvergleich: Geschwindigkeit, Wiederholungszahl und Bewegungsweite werden nicht zwischen Kindern verglichen; es gibt keine Rangliste oder Zeitmessung.
- Fläche und Boden prüfen: Vor jeder Runde werden Boden, freie Wege, Abstände, Begrenzung und eingesetztes Material neu geprüft.
Fachliche Grenze: Bei Schmerz, Schwindel oder Unsicherheit wird die Bewegung sofort beendet. Die Materialien ersetzen weder Aufsicht noch die individuelle Einschätzung der pädagogischen Fachkraft.
Teilnahme anpassbar gestalten
Eine Bewegung kann groß oder klein, stehend oder sitzend, schnell oder langsam ausgeführt werden. Einige Kinder profitieren davon, die Karte zuerst anzusehen oder eine Runde lang zu beobachten. Andere möchten gemeinsam mit einer vertrauten Person beginnen. Entscheidend ist nicht die gleiche Ausführung, sondern eine sichere Beteiligungsmöglichkeit.
Weitere Hinweise für anpassbare Angebote gibt es unter Inklusion & individuelle Förderung.
18 Bewegungsbereiche für unterschiedliche Situationen
Die Bereiche ergänzen die 24 Grundkarten. Jede Gruppe nennt konkrete Spielideen, Material, Ort und eine Möglichkeit zum Pausieren oder früheren Beenden.
Tierbewegungen
Bekannte Tiere geben eine klare Bewegungsidee, ohne dass es eine einzig richtige Ausführung geben muss.
Beispiele: Frosch-Inseln, Leiser Katzenpfad, Pinguin-Wende.
Bewegungsgeschichten
Eine kurze Handlung verbindet mehrere Bewegungen, bleibt aber langsam genug, damit Kinder ein- und aussteigen können.
Beispiele: Der Wind sucht ein Blatt, Reise über den Fluss, Nacht im Wald.
Gruppenspiele ohne Material
Diese Spiele beginnen ohne Aufbau. Ein freier Bereich und ein vereinbartes Stoppsignal genügen.
Beispiele: Bewegungs-Echo, Unsichtbare Linie, Gemeinsam zählen und bewegen.
Spiele mit Ball
Rollen, stoppen und gemeinsam transportieren stehen im Mittelpunkt; Werfen und Ausscheiden sind nicht nötig.
Beispiele: Rollkreis mit Namen, Ballstopp am Farbtor, Balltransport zu zweit.
Kooperationsspiele
Das gemeinsame Vorhaben ist wichtiger als Tempo. Rollen und Körpernähe werden vorher geklärt.
Beispiele: Schattenpaar, Die Insel wird größer, Gegenstandswanderung.
Waldspiele
Gelände, Wurzeln und Wetter werden vor Beginn geprüft. Die Spiele kommen ohne Klettern und ohne Sammelwettbewerb aus.
Beispiele: Zapfenpfad, Baumabstand schätzen, Blätterwind.
Außenspiele
Klare Grenzen und überschaubare Wege machen Bewegung draußen planbar, auch ohne Wettlauf.
Beispiele: Kreidewege, Schattenwechsel, Garten-Kompass.
Spiele für kleine Räume
Bewegungen bleiben am eigenen Platz, im Sitzen oder auf einer kurzen markierten Strecke.
Beispiele: Platzinsel, Handtanz, Sitzend spiegeln.
Stop-and-Go-Spiele
Das Signal wird vorab geübt. Die obere Tempogrenze ist zügiges Gehen, nicht Rennen.
Beispiele: Ampel ohne Rennen, Trommelstopp, Formen-Standbild.
Farben-Bewegungsspiele
Farben strukturieren Wege und Auswahl, ohne dass Farberkennen als Leistungstest genutzt wird.
Beispiele: Farbpunkt wählen, Farben-Echo, Zwei Farben merken.
Wetter-Bewegungsspiele
Wind, Regen, Sonne und Wolken werden mit frei gewählten Bewegungen dargestellt, nicht nachgeahmt bewertet.
Beispiele: Windstufen, Regentropfen-Rhythmus, Sonnenstrecken.
Bewegungswürfel
Sechs gut unterscheidbare Aufgaben geben Zufall, ohne Kinder zu vergleichen oder zum Mitmachen zu zwingen.
Beispiele: Strecken, Schleichen, Balancieren.
Bewegungsstationen
Wenige, klar getrennte Stationen vermeiden Gedränge. Jede Station hat eine kleinere Variante.
Beispiele: Linienweg, Reifen-Schritte, Leichter Transport.
Gleichgewichtsspiele
Alle Aufgaben bleiben bodennah. Festhalten, Absetzen und eine sitzende Variante sind jederzeit möglich.
Beispiele: Linie mit Pausen, Gewicht verlagern, Standbild mit Kontaktpunkt.
Laufspiele ohne Gewinner
Alle bleiben beteiligt. Es gibt kein Ausscheiden, keine Rangliste und kein Kind muss schneller als andere sein.
Beispiele: Wege sammeln, Richtungszeichen, Schattenlauf zu zweit.
Ruhe- und Entspannungskarten
Kurze, alltagstaugliche Pausen ohne Atemvorgaben, Berührungsübungen oder das Versprechen, jedes Kind werde ruhig.
Beispiele: Ballonhände, Schulterregen, Schildkrötenpause.
Bewegungsspiele für ein Kita-Fest
Offene Stationen funktionieren ohne Punkte, Zeitmessung und Siegerliste. Familien können gemeinsam teilnehmen.
Beispiele: Familien-Balanceweg, Tuchtransport, Zielrollen.
Spiele für den Morgenkreis
Ein bis zwei kurze Impulse genügen. Der Kreis endet mit einem klaren Übergang in den Tagesablauf.
Beispiele: Namensbewegung, Wettergeste, Tageskind-Impuls.
Vertiefende Seiten und eigene Druckpakete
Die verlinkten Vertiefungen enthalten eigene Druckpakete. Noch nicht verlinkte Angebote werden vorbereitet. Die 24 Bewegungskarten und der Sicherheitscheck stehen oben bereits zum Herunterladen bereit.
- Bewegungskarten für Kinder
- Tierbewegungen für die Kita
- Bewegungsgeschichten für Kindergartenkinder
- Gruppenspiele ohne Material
- Kooperationsspiele im Kindergarten
- Waldspiele für Kindergartenkinder
- Bewegungsspiele für kleine Räume
- Bewegungswürfel zum Ausdrucken
- Entspannungskarten für Kinder
- Bewegungsstationen für ein Kita-Fest
Pause oder früher fertig
Ein Kind kann die Aufgabe beenden, eine kleinere Variante wählen, beobachten, die Karte zurücklegen oder zur vereinbarten Ruhe-Insel wechseln. Dafür ist keine Begründung nötig.
Vor oder nach der Bewegung
Ein klarer Anfang und ein kurzer Gesprächsanlass helfen dabei, die Bewegungsrunde in den Kita-Tag einzubetten:
- Morgenkreis & Tagesablauf – die Bewegungsrunde sichtbar ankündigen und ruhig abschließen.
- Sprache & Kommunikation – Bewegungen benennen, auswählen oder mit Bildimpulsen verbinden.
- Inklusion & individuelle Förderung – Tempo, Position und Beteiligungsform individuell anpassen.
Nutzungsbedingungen
Die Dateien dürfen privat und innerhalb der eigenen pädagogischen Einrichtung ausgedruckt und verwendet werden. Nicht erlaubt sind Verkauf, öffentliche Weitergabe der Dateien, erneutes Hochladen oder die Veröffentlichung als eigenes Material. Ein Link zu dieser Seite darf gern geteilt werden.
Häufige Fragen
Brauche ich zusätzliches Material?
Für die meisten Karten nicht. Je nach Spielidee können Farbpapiere, Klebeband oder ein Stoffbeutel hilfreich sein.
Wie viele Karten nutze ich pro Runde?
Zum Einstieg genügen drei bis fünf Karten. Eine kleine Auswahl macht Regeln und Übergänge für die Gruppe überschaubar.
Müssen alle Kinder dieselbe Bewegung machen?
Nein. Bewegungsweite, Tempo, Körperposition und Wiederholungszahl können unterschiedlich sein. Auch Beobachten oder Pausieren ist möglich.
Kann ich die Karten draußen verwenden?
Ja. Vorher werden Gelände, Wetter und Begrenzung geprüft. Laminierte Karten sind für häufige Nutzung im Garten praktischer.