Erzieherin und Kinder nutzen Bildkarten zum Erzählen, Zeigen und Zuhören

Sprachförderung in der Kita – einfach im Alltag einsetzen

Kategorien entdecken


Sprachanlässe entstehen im Kita-Alltag ohnehin: beim Anziehen, Essen, Bauen, Streiten, Helfen und gemeinsamen Betrachten. Diese Bildimpulse geben solchen Situationen einen klaren Rahmen, ohne daraus eine Abfrage zu machen. Kinder können sprechen, zeigen, legen oder gemeinsam mit einer Fachkraft formulieren.

Alter3–6 Jahre
Bildimpulse24 Situationen
Gruppe1–25 Kinder
Vorbereitung5–10 Minuten
MaterialPapier, Schere; optional Laminierfolie
Einsatzdauer5–15 Minuten
Zusätze12 Satzanfänge + 6 Bildfolgen

Kostenloses Sprachmaterial

24 Bildimpulse für Sprache & Kommunikation

Vertraute Situationen, offene Fragen, Satzanfänge und dreiteilige Bildfolgen für Einzelarbeit, Kleingruppe oder Morgenkreis.

Vorschau mit sechs Bildimpulsen zu Spielplatz, Frühstück, Freispiel, Aufräumen, Wald und Bauernhof
Echte Vorschau aus dem Paket: sechs der 24 Bildimpulse.

PDF: 23 A4-Seiten · 3,6 MB
PNG-Paket: 42 Einzeldateien · 2,0 MB
Komplettpaket: PDF, PNG und Kurzanleitung · 4,7 MB

PDF herunterladen
PDF öffnen & drucken
Beispiel-PNG
PNG-Paket
Komplettpaket
Kurzanleitung

Druckeinstellung: A4, Hochformat, 100 % beziehungsweise „Tatsächliche Größe“. Texte und Kartenrahmen halten rund 10 mm Sicherheitsabstand.

Der Graustufendruck wurde kontrolliert; Rahmen, Überschriften und Aufgaben bleiben unterscheidbar. Nutzungsbedingungen

Zusatzpaket Sprache

Sprachspiele, Fragekarten & Bildfolgen

19 klar getrennte Materialbausteine für Wortschatz, Frageverständnis, Reihenfolgen, Reime, Erzählen und Beteiligung in der Gruppe.

PDF: 21 digital geprüfte A4-Seiten
Komplettpaket: PDF, 19 einzelne PNG-Seiten, Vorschau und Prüfliste

PDF herunterladen
Komplettpaket
PNG-Paket

Druckeinstellung: A4, Hochformat, 100 % beziehungsweise „Tatsächliche Größe“.

Was im Zusatzpaket enthalten ist

Wortschatz & Fragen

Wortschatzkarten, Wer-, Was-, Wo- und Warum-Fragen sowie „Was passiert danach?“ mit mehreren möglichen Antworten.

Ordnen & Hören

Zwei-, drei- und vierteilige Bildfolgen, Reimpaare, Silbenkarten, Satzanfänge, Geschichtenwürfel sowie Hör- und Merkspiele.

Sprechen & Mitentscheiden

Karten zu „Ich sehe …“, „Ich denke …“, „Ich wünsche mir …“, „Mein Lieblings…“ und zwölf Fragen für die Gruppe.

Die 24 Bildimpulse im Überblick

Die Auswahl verbindet vertraute Kita-Situationen mit Natur, Gefühlen und Wegen außerhalb der Einrichtung. So kann eine Fachkraft ein Motiv passend zur aktuellen Gruppe auswählen, statt die Karten der Reihe nach abzuarbeiten.

  1. Auf dem Spielplatz
  2. Beim Frühstück
  3. Im Freispiel
  4. Wir räumen auf
  5. Im Wald
  6. Auf dem Bauernhof
  7. Im Zoo
  8. Unser Haustier
  9. Geburtstag in der Kita
  10. Freundschaft
  11. Ein Streit
  12. Teilen und abwechseln
  13. Hilfe holen
  14. Gefühle zeigen
  15. Frühling
  16. Sommer
  17. Herbst
  18. Winter
  19. Ein Regentag
  20. Ein Schneetag
  21. Beim Einkaufen
  22. Eine Familie
  23. Im Straßenverkehr
  24. Kita-Ausflug

Das steckt im Materialpaket

24 Bildimpulse

Alltag, Natur, Gefühle, Freundschaft, Konflikte, Familie, Verkehr und Ausflug. Jede Karte enthält zwei einfache Fragen, eine offene Frage und drei Grundwörter.

12 Satzanfänge

Zum Beispiel „Ich sehe …“, „Zuerst …“, „Vielleicht braucht sie …“ oder „Meine Frage ist …“.

6 Bildfolgen

Hände waschen, Jacke anziehen, Frühstück vorbereiten, aufräumen, eine Pflanze versorgen und zum Ausflug starten.

Eine Karte, drei Zugänge

1. Zeigen

Das Kind wählt eine Karte oder deutet auf ein Detail. Eine mündliche Antwort ist nicht erforderlich.

2. Beschreiben

Personen, Dinge, Farben, Handlungen oder Gegensätze geben einen überschaubaren Gesprächsrahmen.

3. Erzählen

Mehrere Informationen werden verbunden: Was geschieht, was war vorher und was könnte danach passieren?

So kann eine kurze Einheit aussehen

  1. Eine Karte auswählen: Ein Motiv genügt. Die übrigen Karten bleiben zunächst weg.
  2. Zeit zum Betrachten geben: Erst schauen, dann fragen. Stille ist Teil der Denkzeit.
  3. Eine offene Frage stellen: Etwa „Was fällt dir zuerst auf?“ oder „Was könnte passiert sein?“
  4. Antwortwege öffnen: Zeigen, einzelne Wörter, kurze Sätze, Gebärden oder gemeinsames Formulieren sind möglich.
  5. Wortschatz aufgreifen: Äußerungen werden erweitert, nicht geprüft: Aus „Hund“ kann „Der Hund wartet vor der Tür“ werden.
  6. Rechtzeitig beenden: Eine gelungene kurze Runde ist wertvoller als das Abarbeiten vieler Karten.

Sieben konkrete Abstufungen nach Alter

Alter Zugang Konkretes Beispiel
3–4 Jahre Zeigen und benennen „Wo ist der Becher?“ – das Kind darf nur zeigen oder ein Wort nennen.
3–4 Jahre Zwei Möglichkeiten „Ist das Kind drinnen oder draußen?“ – beide Antworten bleiben sichtbar.
4–5 Jahre Kurze Sätze „Das Kind baut einen Turm.“ – ein Satzanfang kann bereitliegen.
4–5 Jahre Einfache Bildfolge Zwei oder drei Bilder als „zuerst – danach – fertig“ ordnen.
5–6 Jahre Geschichte bilden Figur, Ort und Handlung zu einer kurzen Geschichte verbinden.
5–6 Jahre Ursache und Folge „Warum könnte das passiert sein? Was verändert sich dadurch?“
5–6 Jahre Vorhersagen und fortsetzen „Was könnte als Nächstes passieren?“ – mehrere Lösungen zulassen.

Die Altersangaben sind Orientierung, keine feste Stufe. Wortschatz, Erfahrung, Tagesform und bevorzugte Ausdrucksweise können wichtiger sein als das Geburtsalter.

Zwölf vertiefende Seiten

Wähle einen Baustein für eure aktuelle Alltagssituation. Jede Seite erklärt den Einsatz, passende Varianten und die zugehörigen Druckmaterialien.

Klare fachliche Grenzen

  • Dieser Bereich unterstützt allgemeine Sprachentwicklung im Kita-Alltag.
  • Unterstützte Kommunikation wird hier nicht als eigenes System nachgebaut. Vertraute Gebärden, Kommunikationshilfen und Symbole der Einrichtung können parallel genutzt werden.
  • Visuelle Bedürfnis- und Wahlkarten gehören in den Bereich Inklusion & individuelle Förderung.
  • Das Material stellt keine Diagnose, ersetzt keine Therapie und verspricht keinen bestimmten Lernfortschritt.
  • Kein Kind wird zum Sprechen oder zu Blickkontakt gedrängt. Zeigen, Gebärden, einzelne Wörter, gemeinsames Formulieren und Beobachten sind mögliche Beiträge.
  • Familiensprachen werden wertgeschätzt; ungeprüfte Übersetzungen werden nicht auf Karten oder Seiten veröffentlicht.

Bei fachlichen Fragen gelten die Beobachtungsverfahren, Absprachen und Zuständigkeiten der Einrichtung.

Sicher und druckvollständig einsetzen

Ausgeschnittene oder laminierte Karten erhalten abgerundete Ecken. Lose Klammern, Magnete und andere Kleinteile werden nur altersangemessen und unter Aufsicht verwendet. Persönliche Kinderfotos oder Namen werden nicht in öffentlich geteilte Dateien übernommen. Das Material unterstützt Gespräche, ersetzt aber weder Diagnostik noch Therapie.

Passende Übergänge im Tagesablauf

Die Bildimpulse können für sich stehen oder an eine vertraute Situation in der Gruppe anschließen:

Nutzungsbedingungen

Die Dateien dürfen privat und innerhalb der eigenen pädagogischen Einrichtung ausgedruckt und verwendet werden. Nicht erlaubt sind Verkauf, öffentliche Weitergabe der Dateien, erneutes Hochladen oder die Veröffentlichung als eigenes Material. Ein Link zu dieser Seite darf gern geteilt werden.

Häufige Fragen

Müssen Kinder in ganzen Sätzen antworten?

Nein. Zeigen, einzelne Wörter oder gemeinsam gebildete Sätze sind gleichwertige Einstiege. Die Anforderung kann mit der Zeit wachsen.

Wie viele Karten sollte ich gleichzeitig anbieten?

Für ein Gespräch reicht meist eine Karte. Für Auswahlaufgaben oder „Was fehlt?“ sind zwei bis vier Karten überschaubar.

Wie verwende ich die Bildfolgen?

Die drei Schritte werden betrachtet, geordnet und beschrieben. Für einen leichteren Einstieg gibt die Fachkraft den ersten Schritt vor.

Kann ich das Material mit einer ganzen Gruppe nutzen?

Ja. In einer großen Gruppe helfen Partnergespräche, eine sichtbare Auswahl und kurze Beiträge, damit nicht nur wenige Kinder sprechen.

Zur Übersicht für Kitas & Erzieher:innen