
Das ist enthalten: zwölf beschriftete Wortkarten zum Vorlesen, keine illustrierten Bildkarten. Ergänze passende Gegenstände oder eigene Bilder, damit Kinder zeigen und zuordnen können. Lesen müssen die Kinder dafür nicht.
Wortschatz wächst nicht durch schnelles Abfragen, sondern durch wiederholte Begegnungen in passenden Situationen. Diese Karten dienen deshalb nicht als Teststapel. Sie können beim Ankommen, in einer Kleingruppe, an einer Themenstation oder als Auswahlhilfe im Freispiel liegen.
Enthalten im Sprachmaterial
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Im 21-seitigen Sprachspiele-PDF: Seite 2: zwölf Wortschatzkarten mit Gesprächsimpulsen. Die Anleitung steht auf Seite 21.
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Wörter in Handlung bringen
Wähle wenige gedruckte Wörter passend zur Situation, etwa „der Ball“, „die Tasse“ oder „das Buch“. Lege die entsprechenden echten Gegenstände oder eigene Bilder daneben. Verben wie „laufen“ und „bauen“ können vorgemacht werden.
Lies das Wort vor und benenne den Gegenstand oder die Handlung gemeinsam. Danach kann das Wort in einem kurzen Satz verwendet werden: „Die Tasse steht neben dem Buch.“ Die Schrift dient den Erwachsenen als Gedächtnisstütze.
Wiederhole bekannte Wörter an einem anderen Tag in einem neuen Zusammenhang. So bleibt die Aufgabe überschaubar, ohne in eintöniges Nachsprechen zu kippen.
Vier alltagstaugliche Spielweisen
- Drei Wörter vorlesen und passende Gegenstände oder ergänzte Bilder zeigen lassen.
- Die genannten Dinge, Tätigkeiten oder Eigenschaften gemeinsam sortieren; die Fachkraft liest die Karten erneut vor.
- Einen Gegenstand oder ein ergänztes Bild verdecken und gemeinsam überlegen, was fehlt.
- Ein Wort in einen kurzen Satz oder eine kleine Handlung einbauen.
Nach Alter und Ausdrucksform abstufen
3-4 Jahre
Zwei Karten anbieten, zeigen und einzelne Wörter aufgreifen.
4-5 Jahre
Gegensätze, Tätigkeiten und kurze Sätze ergänzen.
5-6 Jahre
Oberbegriffe finden, Merkmale begründen und Wörter in Erzählungen verwenden.
Die Altersangaben sind Orientierung. Erfahrung, Tagesform, Wortschatz und bevorzugte Ausdrucksform können wichtiger sein als das Geburtsalter.
Praxisdetail: die Auswahl sichtbar begrenzen
Ein ganzer Kartenstapel wirkt schnell wie eine Prüfung. Lege drei bis fünf Karten auf eine einfarbige Unterlage und bewahre den Rest außer Sicht auf. Die kleine Auswahl erleichtert das Vergleichen und lässt Raum für Wiederholung.
Fachliche Grenze
Die Karten bilden nur einen Ausschnitt des kindlichen Wortschatzes ab. Familiensprachen dürfen zuerst verwendet werden; ungeprüfte Übersetzungen werden nicht auf die Karten gedruckt.
Häufige Fragen
Soll ein Kind jedes Wort nachsprechen?
Nein. Hören, zeigen, zuordnen und später selbst verwenden sind ebenfalls sinnvolle Schritte.
Wie oft nutze ich dieselben Karten?
Mehrere kurze Begegnungen sind meist hilfreicher als eine lange Runde. Tausche nur einzelne Karten aus.
Eignen sich die Karten für große Gruppen?
Für die Einführung ja. Gezieltes Sortieren und Beschreiben gelingt in einer Kleingruppe meist ruhiger.
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