Wahrnehmen, mitteilen und Handlungsmöglichkeiten finden
Gefühlskarten sind Gesprächsangebote – keine Gefühlsprüfung
Bilder können helfen, ein Gefühl zu zeigen, eine Situation zu sortieren oder eine Lösung auszuwählen. Kinder dürfen dabei sprechen, zeigen, legen, Abstand nehmen oder nichts Persönliches erzählen.
Drei Zugänge zum Material
Zeigen oder auswählen
Ein Kind wählt ein Bild, das im Moment am ehesten passt. Die Fachkraft lässt Raum, ohne die Wahl sofort zu deuten.
Eine Figur begleiten
Eine erfundene Figur erlebt eine Situation. So kann die Gruppe über Gefühle sprechen, ohne dass jemand Eigenes offenlegen muss.
Handlungen sortieren
Mögliche nächste Schritte werden als Bilder gelegt: Abstand nehmen, Stopp zeigen, Hilfe holen oder neu verhandeln.
Gefühle nicht in „gut“ und „schlecht“ einteilen
Freude, Wut, Angst, Traurigkeit, Überraschung oder Ruhe liefern Informationen. Verhalten braucht Grenzen, Gefühle nicht. Statt „Du musst nicht wütend sein“ hilft eine klare Verbindung: „Du bist wütend. Schlagen darfst du nicht. Wir suchen jetzt einen sicheren nächsten Schritt.“
Vorsicht bei Körpersignalen: Ein rotes Gesicht, verschränkte Arme oder Tränen können Hinweise sein, beweisen aber kein bestimmtes Gefühl. Die Karte unterstützt eine Frage; sie legt die Antwort nicht fest.
Soziale Situationen aus dem Kita-Alltag
Eine kurze Bildfolge gemeinsam nutzen
Situation ansehen
Nur beschreiben, was sichtbar ist – noch keine Absicht unterstellen.
Möglichkeiten sammeln
Mehrere Gefühle oder Bedürfnisse anbieten; „weiß nicht“ bleibt erlaubt.
Nächsten Schritt wählen
Eine sichere, umsetzbare Handlung aus zwei bis drei Möglichkeiten auswählen.
Später prüfen
Nach der Situation kurz schauen: Hat der Schritt geholfen? Was wäre noch möglich?
Was Kinder schützt
Das Material darf
- einen zusätzlichen Ausdrucksweg öffnen
- Fiktion und Puppenspiel nutzen
- mehrere Lösungen nebeneinander zeigen
- Rückzug und Pause als Möglichkeit enthalten
Das Material darf nicht
- ein persönliches Bekenntnis erzwingen
- Gesichtsausdrücke als eindeutige Wahrheit darstellen
- eine Entschuldigung vor Beruhigung verlangen
- eine fachliche Einschätzung oder Schutzklärung ersetzen
Materialumfang 381-395
Das Paket ist in 15 übersichtliche Module gegliedert. Alle Druckmodule enthalten eine Farb- und eine kontrastreiche Schwarz-Weiß-Fassung:
- pädagogische Übersicht und sicherer Nutzungsrahmen
- zwölf Gefühlskarten plus Karten für „gemischt“, „anders“, „keine Worte“ und „später“
- Stopp-, Pause-, Hilfe-, Zeit-, Abstand- und Beteiligungskarten
- Auswahltafel für Bedürfnisse und nonverbale Kommunikation
- Vier-Schritte-Poster und kompakte Konflikt-Schrittkarten
- Ruhe-Wahlkarten sowie Karten für Alleinsein, Abstand und Mitmachen
- Warten, Reihenfolge, Teilen, Tauschen, Nein sagen und freiwillige Wiedergutmachung
Die vollständige Sammlung umfasst 40 A4-Seiten. Gefühle dürfen unterschiedlich erlebt und ausgedrückt werden. Karten im Kontext einführen und die Bedeutung nicht voraussetzen.
Häufige Fragen
Muss ein Kind sein eigenes Gefühl benennen?
Nein. Es kann über eine Figur sprechen, ein Bild auswählen, die Aktivität beobachten oder passen. Persönliche Offenheit lässt sich nicht sinnvoll erzwingen.
Welche Gefühle gehören in ein Basisset?
Ein kleines Set kann mit Freude, Traurigkeit, Wut, Angst, Überraschung, Ruhe sowie „weiß nicht“ beginnen. Die Begriffe werden an Sprache und Alltag der Gruppe angepasst.
Löst eine Gefühlskarte einen Konflikt?
Nicht allein. Sie kann Verständigung erleichtern. Schutz, klare Grenzen, Regulation und eine faire Begleitung durch Erwachsene bleiben notwendig.
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Gefühle und Konflikte: 40 A4-Seiten im Komplettpaket. Einzeldateien und Gesamt-PDF enthalten dieselben Materialien. Wähle nur die Seiten, die du brauchst.
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- 381 · Gefühle & Konflikte — PDF, 2 Seiten
- 382 · Gefühlskarten – Basisset — PDF, 6 Seiten
- 383 · Wenn kein Wort genau passt — PDF, 2 Seiten
- 384 · Stopp, Pause & Hilfe — PDF, 4 Seiten
- 385 · Bedürfnisse auswählen — PDF, 2 Seiten
- 386 · Vier Schritte im Konflikt — PDF, 2 Seiten
- 387 · Konflikt-Schrittkarten — PDF, 2 Seiten
- 388 · Ruhe-Wahlkarten — PDF, 4 Seiten
- 389 · Alleinsein & Abstand — PDF, 2 Seiten
- 390 · Bei einer Gruppe mitmachen — PDF, 2 Seiten
- 391 · Warten & an der Reihe sein — PDF, 2 Seiten
- 392 · Teilen, Tauschen & Nein sagen — PDF, 4 Seiten
- 393 · Wiedergutmachung wählen — PDF, 4 Seiten
- 394 · Nonverbale Auswahltafel — PDF, 2 Seiten
Symbole und Wörter werden gemeinsam im passenden Alltag eingeführt. Bei Bedarf vertraute Fotos oder echte Gegenstände ergänzen; die Bedeutung einer Zeichnung nicht voraussetzen.
